Thomas Hohl grüner Kandidat für die Stadtratswahl in Mühltroff

Mittwoch, 15. April 2009

Forstwirtschaftsmeister will Lebensbedingungen im ländlichen Raum verbessern

Erstmals bewirbt sich ein Kandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN um ein Mandat im Stadtrat von Mühltroff. Dem Forstwirtschaftsmeister Thomas Hohl (44) werden sehr gute Chancen eingeräumt, sich in den nächsten fünf Jahren für Umweltbelange einzusetzen.

Auf der Wahlveranstaltung des Kreisverbandes erhielt er dazu die volle Unterstützung zur Wahl am 7. Juni 2009. Im vergangenen Jahr hatte sich Hohl bereits um einen Sitz im Kreistag beworben, wobei er in Mühltroff aus dem Stand 6,6 % holte.

Thomas Hohl ist im Landesverband Sachsen der Bündnisgrünen kein Unbekannter mehr. Er leitet seit einiger Zeit die Landesarbeitsgemeinschaft „Ländlicher Raum“, „weil es eine der ungerechtesten Bewertungen der Grünen ist, dass Sie eine Großstadtpartei seien, denen die Provinz völlig gleichgültig ist“, so Hohl. Ländliche Räume leiden derzeit extrem unter dem demographische Wandel, weil junge Leute weg in die großen Städte ziehen, um dort – meist für immer – eine Ausbildung und eine Beschäftigung zu suchen. „Dies wird uns kurz über lang vor große Probleme stellen. Wie soll die Infrastruktur mit Schulen, öffentlichem Nahverkehr und Lebensmittelversorgung denn künftig gewährleistet werden, wenn nicht mehr genügend Leute da sind?“

Thomas Hohl ist einer der anpackt. Mit seiner Frau wohnt er in Kornbach, aber auch wenn ihn derzeit ein Unfall, geschehen beim arbeiten im eigenen Wald, körperlich behindert, so ist er nicht der Typ, der sich zu Hause vor dem Fernseher ausruht. In Mühltroff und Reuth ist er ehrenamtlicher Baumsachverständiger und konnte dort, weniger durch überreden, als viel mehr durch überzeugen, so manchen alten Baum vor der Axt retten.

Seit gut einem Monat ist er Projektleiter am Umwelt- und Naturschutzzentrum Pfaffengut in Plauen und kümmert sich dort um Kindererziehung und Erwachsenbildung.