Grüne wählen neuen Vorstand

Freitag, 25. November 2016

Der Plauener Stadt- und Kreisrat Dieter Rappenhöner wird bei der Kommunalwahl im Jahr 2019 nicht wieder antreten. Das hat der Kommunalpolitiker bei der Wahl des neuen Vorstandes für den Kreisverband am Mittwochabend in Plauen mitgeteilt. Rappenhöner ist bei dieser Zusammenkunft für weitere zwei Jahre in das Gremium gewählt worden. Er hat jedoch wissen lassen, dass er auch dafür ab 2018 nicht mehr zur Verfügung steht. Politische Verantwortung müsse zeitlich begrenzt sein, begründete er seinen Rückzug von allen politischen Ämtern. Er wolle sich dann außerdem in den Ruhestand verabschieden. Dieter Rappenhöner ist 1956 geboren.

Danny Przisambor und Ulrike Liebscher bleiben die beiden Vorsitzenden der vogtländischen Grünen. Außer Rappenhöner sind Diana Zierold, Elisabeth Tanzer, Sabrina Lux und Thomas Hohl wiederum als Beisitzer in den Vorstand gewählt worden. Neu hinzugekommen ist Volkmar Ihle aus Ellefeld. Steffen Kollwitz aus Plauen zeichnet für weitere zwei Jahre für die Finanzen des 55 Mitglieder zählenden Kreisverbandes verantwortlich.

Die vogtländischen Grünen hatten in ihrer Versammlung Besuch aus Dresden. Der sächsische Landessprecher Jürgen Kasek informierte über das Programm beim Ende November anstehenden Landesparteitag. Kasek forderte die Vogtländer auf, eine Frau oder einen Mann aus den Reihen des Kreisverbandes für den Parteirat vorzuschlagen. Er würde sich freuen, wenn ein Grüner aus der Region dort mitwirken würde.

Ein Mitglied gab dem mit der Eisenbahn angereisten Landesvorsitzenden mit auf den Weg, dass die Partei beim Eingehen von Koalitionen ihr Profil nicht verlieren dürfe. Man müsse den Leuten auf der Straße besser zuhören, meinte ein anderer Grüner. Kasek ging in seiner Rede unter anderem auch auf das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA ein. Donald Trump habe angekündigt, sämtliche Klimagesetze beiseite zu fegen und sich im Wahlkampf zum Teil rassistisch und frauenfeindlich geäußert, erinnerte er. Es könne auch bei der Bundestagswahl 2017 "ein böses Erwachen" geben, sagte Kasek. Man müsse sich weiterhin für Mitmenschlichkeit einsetzen, forderte er.

 

Quelle: Freie Presse, 11.11.2016